Dieses Buch enthält histaminfreie, glutenfreie und laktosefreie Rezepte. Also jedes Rezept erfüllt alle drei Bedingungen. Ich habe es bei vorablesen.de gewonnen und mich rießig gefreut.

Inhalt

Die ersten 35 Seiten erzählt die Autorin, wie sie die Diagnosen bekommen hat. Wie plötzlich alles angefangen hat und wie ratlos sie danach war. Man bekommt vom Arzt eine Liste mit all den Lebensmitteln die man nicht essen darf und verliert damit total den Überblick über den Rest.

Die Rezepte sind in verschiedenen Kategorien eingeteilt. Breakfast, Snacks to Go, Fresh Salads, Healthy Sweets, Quick and Easy Mains, Cooking for Friends and Family.

Meinung

Den Einstieg fand ich super. Das gibt einem das Gefühl, nicht alleine mit dem Problem zu sein. Sie hat nicht sofort alle Rezepte im Kopf gehabt und ohne groß zu überlegen einfach weitergelebt. Sie musste sich auch damit auseinandersetzen. Das bekommt man viel zu selten mit in den ganzen Kochbüchern. Man ist nicht als Meister vom Himmel gefallen, wie man so schön sagt.

Die Rezepte sehen allesamt sehr gut und lecker aus. Zu jeden Rezept gibt es ein Bild. Das meiste klingt auch einfach genug, um es auch als ungeübte Person hinzubekommen. Was mit ebenfalls sehr zugesagt hat, ist das die Rezepte immer für eine Person ausgelegt sind. Da muss man als Alleinstehende nicht erst alles umrechnen.

Ein wenig unnötig finde ich die Rubrik  „Cooking for Friends and Family“. Weil es einfach weitere Rezepte sind die als Hauptessen zählen, also keinen Unterschied zu „Quick and Easy Mains“ machen. Man kann sich ja alles hochrechnen für den Besuch. Auf der anderen Seite hat es so eine nette Erläuterung dazu gegeben, wie das Umfeld auf die Essgewohnheiten reagiert.

Ich habs mir natürlich nicht nehmen lassen zwei Rezepte für euch auszuprobieren. Da ich irgendwie das Gefühl habe, dass die Süßigkeiten im Buch dominieren, (Nach ausführlicher Inspektion der Seitenzahlen und gezählten Gerichten, kann ich sagen, dass dem nicht so ist.) habe ich 2 Riegel ausprobiert.

Nr. 1 Der saftige Blaubeerriegel

Ich hatte keine Blaubeeren und da es auch nicht wirklich die Zeit für Beeren ist, bin ich auf Mango umgestiegen. Zum einen, weil ich gerade eine daheim hatte, zum anderen, weil ich sie einfach liebe.

Mangoriegel, vegan

Es war erstaunlich einfach und schnell gemacht. Allerdings würde ich es nicht unbedingt Riegel nennen, sondern Minikuchen. Kann aber sein, dass die Mango eine andere Konsistenz zaubert als Beeren.
Die habe ich dann auf einem Flohmarkt bei uns an der Uni Gratis verteilt. Jedem hat es geschmeckt. Die einen haben gemeint es wäre wie „Keksteig“, andere nannten es „ein wenig klebrig“ (liegt eindeutig an der Mango).
Mir selbst hat es auch sehr gut geschmeckt. Die Riegel werde ich das nächste Mal allerdings kleiner machen. Die Mengenangabe war nicht korrekt. Ich habe 20 Stück rausbekommen, angegeben waren 10-12.

Nr. 2 Knusprige Kokosriegel

Kokosriegel, vegan

Die stehen, während ich das schreibe, noch imKühlschrank. Dort sollen sie ein bis zwei Stunden stehen. Aber ich habe sie kurz rausgeholt, etwas probiert und wieder reingestellt.
Ich liebe ja Kokos. Wirklich, aber das ist mir doch zu viel. Viel zu viel. Jetzt weiß ich allerdings, wie ich das Rezept verändern muss, damit es das nächste Mal besser zu mir passt. Auch dieses Rezept ging erstaunlich schnell und hat mich keine 10Minuten gekostet.

Fazit

Es ist ein wunderbarer Einstieg ist das Leben als eingeschränkter Lebensmittel-Mensch. Andererseits haben mich die Zutaten ein Vermögen gekostet. Lasst mich das mal kurz überschlagen… ca. 20 Euro für beides zusammen. Gut, wenn ich die Kokosraspeln nicht in der Bio-Version gekauft hätte wären es 15 Euro gewesen, aber das macht es nicht viel besser in meinen Augen. Es ist teuer. Und man kann es ja auch nicht ewig aufbewahren. Für Nathalie sind das Dinge die sie oft am Wochenende macht und über die Woche dann futtert. Für mich wäre das eher etwas besonderes. Eine Belohnung und dann würde ich auch nicht gleich die ganze Portion machen, sondern die Hälfte.
Ein positiver Punkt der mir eben noch kam. Bei diesen Sweets steht immer neben dran, wie lange sie haltbar sind. Das finde ich eine süße und sehr hilfreiche Sache.

Wenn ich Glutenfrei oder Histamfrei kochen muss, würde ich es mir auf jeden Fall kaufen, weil man viele Ideen dadurch auch gewinnt. Wer nur laktosefrei unterwegs sein muss, braucht das Buch nicht.

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